Bauchstraffung gegen überschüssige Haut

Bauchstraffung

Um das persönliche Wunschgewicht zu erreichen, versuchen viele Menschen in kurzer Zeit viel Gewicht zu verlieren. Das Ergebnis sieht dann jedoch oft nicht so aus, wie gewünscht. Aufgrund des Übergewichts musste sich die Haut stark ausdehnen. Besonders im Bauchbereich führt das nach dem Abnehmen oft zu schlaffer Haut. Mit Sport oder gesunder Ernährung ist hier nicht mehr zu helfen. Um die überschüssige Haut wieder loszuwerden, kann ein Chirurg jedoch eine Bauchstraffung, in Fachkreisen Abdominoplastik genannt, vornehmen.

Wie funktioniert eine Bauchstraffung?

Manche Menschen haben das Glück, dass Ihre Haut sich nach einem Gewichtsverlust oder einer Schwangerschaft, während der sich die Haut ebenfalls stark dehnt, zurückbildet. Ist das nicht der Fall, könnte eine Bauchstraffung wieder zu alter Form verhelfen. Hierbei entfernt der Chirurg während des Eingriffs die überschüssigen Hautlappen und das zugehörige Haut-Fettgewebe. Danach wird die Haut wieder straff an die Bauchmuskulatur angelegt. Die Figur-Form ist nun wieder besser sichtbar.

Generell unterscheidet ein Schönheitschirurg drei verschiedene Formen der Bauchstraffung: die totale Abdominoplastik, die partielle Abdominoplastik und das Bodylifting. Die totale Abdominoplastik ist dabei die am häufigsten verwendete Methode. Hierbei setzt der Chirurg einen Schnitt oberhalb des Schambereichs und einen Schnitt um den Bauchnabel herum an. So kann die Bauchdecke angehoben und enger an die Bauchmuskeln gesetzt werden.

Die partielle Abdominoplastik ist für Menschen geeignet, deren Haut nur unterhalb des Bauchnabels erschlafft ist. Hierbei wird nur der erste Schnitt vorgenommen und die Bauchdecke korrigiert. Das Bodylifting wurde vom Amerikaner Ted Lockwood entwickelt und stellt wiederrum eine spezielle und umfangreichere Form der Straffung dar. Neben der Bauchdecke werden hier auch die Oberschenkelseiten und der Po in Form gebracht. Aufgrund der Komplexität des Eingriffs wird diese Art der Straffung nur von erfahrenen Spezialisten ausgeführt. Besonders Patienten, die einen massiven Gewichtsverlust geschafft haben und deren Haut an mehreren Stellen erschlafft ist, kann mit dieser Technik geholfen werden.

Die totale Abdominoplastik und das Bodylifting werden unter Vollnarkose vollzogen und sind mit einem Aufenthalt im Krankenhaus verbunden. Meist verbringt der Patient zwei bis drei Tage in der Klinik. Strafft der behandelnde Arzt nur den Unterbauch, reicht auch ein Aufenthalt von einem Tag, da der Eingriff keine Vollnarkose benötigt. Häufig gewählte Alternative ist hier der Dämmerschlaf. Wie lange der Patient letztendlich stationär aufgenommen wird, hängt also vom Ausmaß der Bauchstraffung ab. Ästhetische kleinere Straffungen beispielweise bei schlanken Menschen können auch ambulant durchgeführt werden. Jedoch halten viele Chirurgen das Risiko für zu groß und bevorzugen eine stationäre Aufnahme.

Die Risiken des Eingriffs

Die Bauchmuskel-Straffung ist eine Operation, die mit klassischen Risiken verbunden ist. Durch die Vollnarkose sind die typischen Risiken der Anästhesie genau abzuwägen. Zusätzlich besteht das Risiko, das die inneren Bauchorgane verletzt werden. Durch die straffe Anlegung der Haut kann es außerdem zu Durchblutungsstörungen kommen. Diese können in seltenen Fällen zu einem Absterben des Bauchnabels führen. Das hat zwar keine medizinischen Auswirkungen, dafür jedoch ästhetische, da sich an der Stelle des Bauchnabels eine Narbe bildet.

Hinzu kommen vorübergehende Beschwerden, wie beispielsweise Wundschmerzen, Taubheits- und Spannungsgefühle. Einige Patienten klagen auch über Atembeschwerden, die durch die Straffung auftreten können. Wie bei klassischen Operationen besteht auch hier das Risiko einer Infektion und den damit verbundenen Komplikationen. Unter diesen Gesichtspunkten sollte die Wahl des Arztes genau durchdacht und eine umfassende Vor- und Nachsorgeuntersuchung vorgenommen werden.

Verfasst von Keyvan Haghighat Mehr