Fett weg Spritze

Injektionslipolyse: Die Fett-Weg-Spritze

Hartnäckige Fettpolster, die weder durch Sport noch durch eine Ernährungsumstellung verschwinden, lassen sich oft nur durch eine Fettabsaugung bekämpfen. Das geht allerdings mit einem operativen Eingriff einher, der nicht zu unterschätzende Risiken birgt. Viele Menschen entscheiden sich aus diesem Grund gegen eine klassische Fettabsaugung und greifen zu alternativen Methoden. Besonders beliebt: die Injektionslipolyse, auch Fett-Weg-Spritze genannt.

Was macht die Fett-Weg-Spritze so besonders?

Die Injektionslipolyse, auch unter dem Namen Fett-Weg-Spritze bekannt, beschreibt eine non-invasive Technik zum Abbau von Körperfett. Anders als bei herkömmlichen Fettabsaugungen ist bei der Injektionslipolyse keine Narkose und kein Dämmerschlaf notwendig. Die Behandlung erfolgt ambulant, ist weniger risikoreich und laut Experten genauso effektiv.

Die Injektionslipolyse bedient sich an einem Stoff aus der Sojabohne, dem Phosphatidylcholin (kurz: PPC). Dieser Stoff kommt auch im menschlichen Körper vor und ist vor allem für den Fettstoffwechsel verantwortlich. Die Vermutung, dass PPC auch für eine zielgerichtete Schmelzung von Körperfett genutzt werden kann, lag deshalb nahe. Bereits 1995 entwickelte eine brasilianische Ärztin dieses Verfahren, das daraufhin in Österreich weiterentwickelt und für den europäischen Markt zugänglich gemacht wurde.

Die Behandlung erfolgt anhand einer direkten Injektion des PPCs in das Fettpolster. Die Körperregionen, die damit behandelt werden können, umfassen die Gesichtspartien, wie beispielsweise Kinn und Wangen, aber auch Körperstellen wie die Hüfte die inneren Oberschenkel, Arme und Beine. Mit der Injektionslipolyse können also gezielt Fettdepots an einer bestimmten Körperpartie abgebaut werden. Für eine generelle Gewichtsreduktion ist die Spritze jedoch ungeeignet.

Weniger riskant als herkömmliche Methoden

Generell sollte man wissen, dass der Stoff PPC eigentlich für die Behandlung von Fettgerinsel im Blut genutzt wird. Eine offizielle Zulassung für die Auflösung von Fettdepots besitzt der Stoff nicht. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Nutzung illegal ist, sondern, dass das Medikament ursprünglich nicht für diesen Zweck entwickelt wurde. Das PPC keinerlei gesundheitsschädigende Wirkung auf den Menschen besitzt ist wissenschaftlich bewiesen.

Da es sich nicht um einen operativen Eingriff handelt, sind die Risiken der Spritze gering. Nach der Behandlung kann es zu Rötungen und auch leichten Schwellungen kommen, die jedoch schnell wieder verschwinden. Der Einstich selber kann natürlich als schmerzhaft empfunden werden, ist jedoch mit dem Einstichschmerz einer herkömmlichen Spritze zu vergleichen. Auch ein leichter Juckreiz während der Injektion ist normal. Nach der Injektion ist die Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Auf Sport muss drei Tage verzichtet werden. Das ist wesentlich kürzer als bei klassischen Fettabsaugungen, bei denen ein Sportverbot von vier bis sechs Wochen gilt.

Um die Risiken möglichst gering zu halten, sollten im Vorgespräch mit dem behandelnden Arzt, der allgemeine Gesundheitszustand besprochen und auf Unverträglichkeiten und gesundheitliche Einschränkungen hingewiesen werden.

Kosten steigen mit dem Behandlungsumfang

Der Preis für die Injektionslipolyse hängt von der Anzahl der Behandlungen ab. Je nach Umfang der Fettreduktion sind ein bis vier Behandlungen nötig. Die Preise pro Behandlung schwanken in Deutschland zwischen 400 und 500 Euro. Das heißt, für eine umfangreichere Behandlung können rund 2.000 Euro zusammenkommen. Die Behandlung von Gesichtspartien ist meist günstiger und liegen bei einem Preis von 200 bis 300 Euro pro Behandlung. Für Menschen, die Angst vor einer Narkose oder einem chirurgischen Eingriff haben, könnte die Injektionslipolyse also eine Alternative darstellen.

„On the sun“ von Martin Rotovnik (www.sxc.hu)

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