Übergewicht Ursachen Folgen

Übergewicht: Ursachen und Folgen

Übergewicht ist für viele Menschen ein Problem. Nicht nur die Unzufriedenheit beim Blick in den Spiegel lässt ein zu hohes Gewicht erkennen, auch der Gesundheitszustand des Körpers verschlechtert sich drastisch. Doch wie entsteht Übergewicht überhaupt und mit welchem Folgen muss der Mensch rechnen?

Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation gilt ein Mensch als übergewichtig, wenn der Body-Mass-Index, kurz BMI, über 25 liegt. Bei einem BMI jenseits der Kennzahl 30 spricht man sogar von Adipositas, also Fettsucht. Berechnet wird der BMI mit der Formel Gewicht in Kilogramm / Körpergröße in Metern. Da der BMI jedoch nur einen Näherungswert angibt und weder Statur, noch Geschlecht einbezieht, ist die Aussagekraft umstritten. Deshalb sollten vor allem der Spiegel und regelmäßige Untersuchungen beim Arzt, der beispielsweise eine Körperfettmessung vornehmen kann, also Indikator für Übergewicht herangezogen werden.

Nicht nur zu viel Essen führt zu Übergewicht

Die Hauptursache für Übergewicht ist der übermäßige Konsum von Lebensmitteln. Insbesondere fette oder süße Nahrungsmittel sind problematisch. Wird davon zu viel konsumiert ist ein Übergewicht vorprogrammiert. Insbesondere in Verbindung mit wenig Bewegung ist das eine explosive Mischung. Doch zu viel Essen ist nicht das einzige Problem. Auch die Psyche, Genetik oder medizinische Probleme können eine Ursache für Übergewicht sein.

Vor allem Süßigkeiten stellen eine Herausforderung für das Gehirn dar. Der Konsum von Zucker setzt Glückshormone frei und signalisiert dem Gehirn, dass es dem Körper gut geht. Das kann schnell dazu führen, dass regelmäßig Süßigkeiten konsumiert werden, die dann zu Übergewicht führen. Aber auch festgesetzte Handlungsmuster können ein Grund sein. Im Kindesalter werden viele Menschen dazu „gezwungen“ ihren Teller leer zu essen. Dieses Verhalten wird dann weiterhin verfolgt. Das Sättigungsgefühl wird ignoriert. Obwohl der Körper signalisiert, dass weitere Nahrungsmittel unnötig sind, wird weiterhin gegessen. Das Plus an Nahrung landet dann direkt in den Fettdepots.

Auch die Genetik kann eine Rolle spielen. So kann es genetisch bedingt sein, dass Energie vorwiegend in Form von Fett gespeichert wird, die Sättigung erst sehr spät einsetzt oder der Körper einfach weniger Energie verbraucht und deshalb auch nur wenig Energie aus den Fettreserven zieht.

Übergewicht kann jedoch auch medizinische Gründe haben. So kann beispielsweise eine Schilddrüsen-Unterfunktion ein höheres Gewicht begünstigen. Arbeitet die Schilddrüse nur mit eingeschränkter Leistung, werden weniger Schilddrüsenhormone ausgeschüttet. Dies führt zu einem schlechteren Stoffwechsel und damit zu einem geringeren Grundumsatz. Der Körper verbrennt also weniger Energie beziehungsweise Kalorien und speichert diese im Körper, also auch in den Fettdepots.

Starkes Übergewicht hat Langzeitfolgen

Übergewicht hat weitreichende Folgen. Sowohl für den Körper als auch für die Psyche. Das muss zwar nicht heißen, dass der Körper sofort schwer erkrankt, die Symptome können sich über die Zeit jedoch verschlimmern. Während ein übergewichtiger Mensch zu Anfang wahrscheinlich nur kurzatmig ist oder bei Anstrengungen verstärkt schwitzt, kann es langfristig zu ernsteren Problemen führen. Übergewicht bedeutet beispielsweise auch eine erhöhte Belastung der Knochen und Gelenke.

Lebensgefährlich wird es dann, wenn das Übergewicht so stark ist, dass bereits von Adipositas, also Fettleibigkeit, die Rede ist. Adipositas kann chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes (Typ 2), Herzerkrankungen oder Arthrose auslösen. Daher gilt, dass man es gar nicht so weit kommen lassen sollte. Leichtes Übergewicht lässt sich durch Sport und gesunde Ernährung bekämpfen. Hat man ein bestimmtes Gewicht jedoch überschritten, ist das Abnehmen ohne einen chirurgischen Eingriff fast unmöglich.

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